Verstehen Sie Spaß? – Wie ich meine Katze richtig bespaße

Katzen sind wie Kinder, nur in pelzig. Sie sind neugierig, begeisterungsfähig und fordern eine Menge von ihren Menschen. Natürlich braucht man Zeit für seine Katzen und so ist es stets nötig vor der Anschaffung gründlich darüber nachzudenken, ob man diese für seine neuen Vierbeiner auch aufbringen kann. Katzen sind eben nicht einfach nur da und sind keinesfalls Tiere, die die meiste Zeit des Tages in Frieden gelassen werden wollen, ganz im Gegenteil. Zu einer artgerechten Katzenhaltung gehört nicht nur gesundes Futter, ein geeigneter Kratzbaum und ausreichender Platz, sondern auch das richtige Maß an Beschäftigung. Katzen sind demnach kein weniger zeitaufwendiger Hundeersatz. Das sollte jedem bewusst sein, der mit dem Gedanken spielt, Katzenhalter zu werden. Eine unausgelastete Katze ist nicht nur unglücklich, neigt zu physischen und psychischen Krankheiten, sondern ist nicht selten dazu gezwungen, sich eine andere Beschäftigung zu suchen. Möbel zu zerstören, an den Türen zu kratzen etc. sind die Klassiker. Daher sollte man sich täglich mit seiner Katze beschäftigen. Wie viel Spielzeit eine Katze täglich einfordert, bestimmt sich nach den unterschiedlichsten Faktoren. Alter, Charakter, Rasse... sind nur einige von vielen Indikatoren dafür, wie viel Zeit in die aktive Bespaßung des Tieres fließen sollte.

 

Die passende Katzenrasse für mich

Nicht jede Katze ist so temperamentvoll wie ein Bengale, der, neben viel Platz und einigen Klettermöglichkeiten, im Regelfall enorm viel Beschäftigung benötigt, um ausgelastet zu sein. Es gibt viele Katzenrassen, die ein gemäßigtes Temperament besitzen und eher gemütlich und mit wenigen Minuten Spielzeit am Tag zufrieden sind. Perser und Briten sind vertreter der ruhigeren Rassen. Natürlich lässt sich kein Tier allein aufgrund der Rassenzugehörigkeit in seinem Charakter und Spieltrieb kategorisieren, allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass rassespezifische Charakterausprägungen kein Märchen sind. So ist unser Britenkater Boomer ein überaus gemütlicher Zeitgenosse, der lieber kuschelt als spielt. Es ist also auf jeden Fall was dran an den zugeschriebenen Charaktereigenschaften der unterschiedlichen Rassen. Demnach sollte man sich als zukünftiger Katzenhalter unbedingt darüber informieren, welche Katzenrasse zur Wohnsitutaion und einem selbst passen könnte.

 

Man sucht sich einen „Partner“ nach seinen inneren Werten aus

Wenn man ältere Katzen adoptieren will, ergibt sich ein großer Vorteil: Der Charakter des Tieres ist meist gut einschätzbar. Das ist etwas, was man keinesfalls unterschätzen sollte, denn so entstehen die tiefsten Freundschaften und engsten Bindungen. Es muss nicht immer ein Kitten sein, denn auch (oder vor allem) ältere Katzen binden sich, wenn man charakterlich gut zueinander passt, stark an ihren Menschen. Man sucht sich Freunde und Partner schließlich auch danach aus, ob man sie mag und gern Dinge mit ihnen unternimmt und shoppt sie nicht blind. Katzen können treue Freunde werden und deswegen sollte der Charakter stets im Vordergrund stehen, wenn man auf Katzensuche ist.

 

Das Alter des Tieres ist entscheidend

Das Alter ist, meiner Meinung nach, das wichtigste Kriterium, wenn es um die Beschäftigung geht. So sollte einem bewusst sein, dass Kitten natürlich mehr Spiel und Spaß wollen und brauchen als ältere Katzen. Es ist nicht verwunderlich, dass einem immer zu einem zweiten Katzenkind geraten wird. Nichts ist besser als ein Kumpel zum Spielen. Deshalb rate ich grundsätzlich zu einer Zweitkatze. Katzen sind keine Einzelgänger und brauchen sehr viel sozialen Kontakt mit anderen ihrer Art. Wer einmal zwei Katzen miteinander erlebt hat, wie sie sich putzen, gemeinsam „Fangen“ oder „Verstecken“ spielen und miteinander raufen und kuscheln, wird nie wieder eine Einzelkatze halten wollen. Menschen können einen Artgenossen nicht ersetzen. Auch für den Katzenhalter bedeutet eine Zweitkatze eher eine Entlastung. Für Katzen und besonders für Kitten ist eine weitere Katze das Größte! Oder könnten Sie sich ein isoliertes Leben, ohne Freunde, nur unter Tieren vorstellen, wo niemand Ihre Sprache spricht? Eben. Ermöglichen Sie ihrem Tier einen sozialen Umgang mit Artgenossen und halten sie zwei Fellnasen. So gewinnt jeder.

 

Das „Spielzeugarsenal“

Wie oben bereits erwähnt wurde, sind Katzen überaus begeisterungsfähig und neugierig. Viel Spielzeug ist meist gar nicht notwendig (sagt die, die eine ganze Kiste an Zeug für ihre Katzen im Schrank hat), denn man kann aus den einfachsten Dingen des Alltags spannende Spielzeuge für Katzen basteln bzw. diese einfach zu Spielzeug umfunktionieren. Die simpelsten Spielzeuge und jene, die einem natürlichen Beutetier am ähnlichsten sind, sind meistens die beliebtesten. Oft reicht auch nur eine Kugel aus Alufolie. Man braucht also gar keine teuren, piependen, rotierenden Klapperkisten, um seiner Katze eine Freude zu machen.

 

Das „Drumherum“

Eine Katze braucht eine Mindestfläche, um auch mal zu rennen und ihre berühmten „fünf Minuten“ auszuleben. So sollte man überaus temperamentvolle Katzen, bei denen fünf Minuten auch mal zu fünfzig Minuten werden können, natürlich nicht in einer kleinen Wohnung halten. Auch Klettermöglichkeiten sollten für jede Katze vorhanden sein. Ob Catwalks an den Wänden, Kratzbäume oder aber die eigenen Möbel, die man begehbar macht, alles ist erlaubt und wird von den Katzen mit Sicherheit dankbar angenommen. Je mehr Abwechlung das eigene Revier bietet, umso ausgelasteter ist eine Katze auch. Besondere Highlights sind Fensterbankplätze, denn auch Katzen schauen gern mal „TV“.

 

Mehrere Arten des Spielens

Es gibt unterschiedliche Arten, wie man mit seiner Katze spielen kann. Man kann auf ihren Jagdtrieb eingehen und z.B. mit Hilfe von Spielangeln Beutetiere immitieren. Diese Art des Spielens ist instinktiv und wild und powert eine Katze vor allem körperlich aus. Allerdings kann man mit seiner Katze auch richtig arbeiten und sie so geistig fordern. Clickertraining ist dafür besonders geeignet. Das geht also nicht nur bei Hunden und Pferden, nein, sogar bei Nagern und Katzen ist das Clickern möglich. Nicht jede Katze eignet sich für diese Art der Beschäftigung und da sollte es dann auch nicht erzwungen werden. Auch wenn das Tier beim Training die Lust verliert, sollte das respektiert werden. Eine Kombination aus beiden Arten des Spielens stellt das Apportieren dar. Ja, Sie haben richtig gehört, Katzen können apportieren. Zugegeben, manch eine kann es weniger gut als andere, aber man kann es grundsätzlich mit seiner Katze ausprobieren und ggf. trainieren. Besonders Maine Coons haben eine Vorliebe für’s Apportieren.

 

Wie wir spielen

Wir sind große Spielangelfreunde. Alles mit Federn ist grundsätzlich spannend und Fummelspiele zum Pfötchentraining sind, dank der Leckereien, auch besonders toll. Auch geclickert wird ab und sogar das Apportieren funktioniert an manchen Tagen. Tagsüber sind meine drei Kater eher ruhig. Am Abend beginnt dann das gegenseitige Fangen, was oft in einem gemeinsamen Angelspiel gipfelt. Die Katzen jagen dann die Kratzbäume und Hochebenen rauf und runter und sind nach spätestens einer halben Stunde fix und alle.  Zusätzlich versuche ich, Kleinigkeiten in den Alltag einzubauen und lasse meine Katzen mir überall hin folgen. Zwischendurch wird immer mal ein Kommando wie „Sitz!“ geübt und viel mit ihnen gesprochen. Alle meine Katzen sind sehr aufmerksam, hören auf ihre Namen und haben mich stets im Blick, wenn ich Zuhause bin. Auch das ist eine Aufgabe, die ihnen Konzentration abverlangt und zudem die Bindung zwischen uns stärkt. Bietet man seinen Katzen auch passive Beschäftigung und gibt ihnen Aufgaben und sind zudem mehrere Katzen in einem Haushalt, die viel miteinander spielen, reduziert sich die Zeit, die ich in das aktive Spielen investieren muss, drastisch. Ich empfehle übrigens die Spielzeuge immer wieder wegzuräumen und einige Tage oder Wochen nicht zu benutzen, damit die Katzen diese auch für längere zeit interessant finden. Auch eine simple Kastanie, die nach „großer weiter Welt“ riecht, kann schon ein kleines Highlight für eine Katze sein. Abwechslung ist das Zauberwort.

 

Wie viel Zeit Sie für das Spielen mit ihrer Katze einplanen müssen, kann Ihnen keiner sagen. Man entwickelt diesbezüglich ein Bauchgefühl und wird mit seinem Tier zu einem eingespielten Team. Es wird sich ergeben, so wie sich fast alles ergibt. Wer allerdings keine Stunde am Tag Zeit hat, um sich mit seiner Katze beschäftigen zu können, dem rate ich stark von der Katzenhaltung ab, schließlich muss man seinen Tieren gerecht werden können.

 

 

 

Über die Autorin:

 

Auf dem wundervollen Blog www.katzenminzeminzekatze.wordpress.com berichten Boomer, Piet und Hans in enger Zusammenarbeit mit Frauchen Liza über Ihre Erlebnisse und Ihren Alltag als Fellbande.

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Kommentare: 3
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